Montag, 18. Juli 2016

San Diego - 5 Dinge die man umsonst im Balboa Park machen kann 18.07.16

Umsonst? Leider ist umsonst nur selten war und es versteckt sich "Beim Kauf von zwei" oder "Trinkgeld" dahinter. Hier sind allerdings fünf Dinge die man an einem schönen Sonntagnachmittag komplett geld-frei im Balboa Park San Diego unternehmen kann.
Der Balboa Park ist eine von San Diegos Top Attraktionen und bietet auf 490 Hektaren Museen, schöne Gartenanlagen, Shops und Restaurants.



San Diego Museum of Art


1. Eine intensive Dosis Kunst im Timken Museum of Art erhaschen:

Ich selbst würde mich kaum als Liebhaber von Ölgemälden bezeichnen und oft sind mir Kunstgalerien einfach zu teuer. Man muss sich zu lange mit den einzelnen Ausstellungsstücken befassen um den bezahlten Eintrittspreis rechtfertigen zu können.
Da das Timken Museum of Art aber kostenlos ist, kann man sich seinen Kunst Shot ganz nach Interesse selbst dosieren. Mindestens genauso gut wie die ausgestellten Gemälde von Rubens und Rembrant gefallen mir im Timken Museum die ruhige Atmosphäre und die erfrischende Briese der Klimaanlage die mir um die Nase weht.


2. Einen Spaziergang durch den Park machen:

Wenn ich in einer neuen Umgebung bin, mag ich eines ganz besonders: Planlos umherstreifen und die schönsten Plätze entdecken, die man dann nur für sich selbst zu haben glaubt.
Wieso also rein gehen, wenn es draussen so viel zu sehen gibt?! Auf meinem Spaziergang durch den Balboa Park treffe ich zum Beispiel auf den "California Tower" oder diesen wunderschönen Lilien Teich:



California Tower
3. Das Botanical Building anschauen:

Meine liebste Attraktion im Park ist das "Botanical Building", das sich direkt hinter dem Lilien Teich befindet. In diesem Gewächshaus ähnlichem Gebäude befinden sich über 2100 Pflanzen: Orchideen, Farne und andere tropische Gewächse. Sollte es an der kalifornischen Luft noch nicht heiss genug sein, so kann man sich hier aufwärmen lassen und den erdigen, exotischen Duft der Grünanlage einatmen.


Das Botanical Building ist von Freitag bis Mittwoch von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet.


4. Über die farbigen Strassen des Spanish Village Art Center spazieren:

Und noch mal Kunst... Hier finden täglich "Kunst Demonstrationen" von Malern und Schmuck Designern statt. Das spanische Dorf ist ein Ort für sich und nur schon wegen den farbigen Pflastersteinen, den kleinen weissen Häusern und den Gässchen ein Besuch wert. Es liegt ziemlich abgeschieden vom Rest des Parks, nahe vom San Diego Zoo.




5. Eine kleine Weltreise durch die International Cottages machen:

Rings um eine kleine Wiese befinden sich hier in einem Halbkreis angeordnet kleine Häuschen, jedes einer Nation gewidmet. In jedem Cottage kann man Leute aus dem jeweiligen Land treffen, sich Bilder oder Bücher anschauen und typisches Essen probieren.
Im Haus der USA gönne ich mir ein Stück Apfelkuchen. Die Frau, die hier arbeitet entspricht zu hundert Prozent dem amerikanischen Grossmutterklischee. Sie besteht darauf, das ich den Apfelkuchen mit extra viel Schlagsahne nehme. Ich könne das gut gebrauchen meint sie augenzwinkernd.




An Sonntagen werden hier auch oft traditionelle Tänze vorgeführt.

Mittwoch, 13. Juli 2016

San Diego - Die schönsten Quartiere 13.07.16

San Diego ist hübsch. Das wird mir bewusst als wir dem Meer entlang zum Sea Port Village spazieren. Nicht wunderschön und riesig wie New York, aber auch nicht provinziell und niedlich wie Santa Barbara. Einfach hübsch. Den Charakter der Stadt machen hauptsächlich die kleinen Quartiere, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Old Town

Historic Gaslamp Quarter:

Das Gaslamp Quartier ist ein historischer Stadtteil von San Diego und hauptsächlich bekannt für das lebhafte Nachtleben. Hier reihen sich Clubs, Restaurants und Bars aneinander, alle im charmanten, unschuldig wirkenden viktorianischen Stil. Das Quartier betritt  man durch ein kleines farbiges Tor entweder vom Broadway oder dem Harbor Drive aus. Danach taucht man unmittelbar in die ausgelassene Atmosphäre der Strasse ein. Überall stehen süsse Laternen die warmes Licht verbreiten und es fahren dutzende Velotaxis, mit Neonfarben beleuchtet, auf und ab. Das historische Herz San Diegos hat einen besonderen Charme. Überraschenderweise erinnert mich das Gaslamp Quarter stark an die Long Street in Kapstadt.





Wir haben uns heute ein spezielles Restaurant ausgesucht: "The Old Spaghetti Factory". Ganz ehrlich, der Name allein hat mich als Pasta Liebhaber bereits überzeugt. Die Erwartungen wurden aber sogar noch übertroffen. Typisch für Amerika bekommen wir unseren persönlichen Host (Gastgeber). Die gut gelaunte Cindy. In jedem Menü der Spaghetti Factory ist eine Vorpeise (Suppe oder Salat) ein Hauptgericht (kann aus zwei Pasta Sorten bestehen) und ein Dessert (Eis) inbegriffen. Ich bin begeistert!


1.Gang: Die erste Minestrone Suppe die mir geschmeckt hat


Sea Port Village:

Obwohl so nahe am Gaslamp Quarter, ist das Sea Port Village so ganz anders. Hier wurde ein Hafen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts nachgebaut. Obwohl im Village viele Shops und Restaurants zu finden sind herrscht eine relaxte Stimmung. Wer zum Beispiel Fan von Flugdrachen ist sollte hier voll auf seine Kosten kommen.






Sonntag, 10. Juli 2016

Geisterjagd in San Diego 10.07.16

Kalifornien hat neben Los Angeles noch einige andere sehenswerte Städte zu bieten. San Diego zum Beispiel, das wir dieses Wochenende besuchten. Mit dem Greyhound Bus ist man in 2.5 Stunden (von LA) in der Stadt nahe an der mexikanischen Grenze.
Hier kann man verrückte Sachen machen und eines der Abenteuer die wir dieses Wochenende erlebt haben will ich euch nicht vorenthalten.

Geisterjagd in Old Town:

Glauben Sie an Geister? Diese Frage ist völlig überflüssig, denn der Mann (Michael) der vor uns steht macht seit 16 Jahren paranormale Entdeckungen hier in Old Town. Old Town ist eine historische Nachbarschaft die als erste Siedlungsstätte San Diegos gilt. Tagsüber spielen hier mexikanische Live Bands und es werden tausende Tacos verschlungen.





Anscheinend soll das Örtchen aber auch eine dunkle Seite haben. Ich bin gespannt. Michael erzählt uns erst ein paar, mehr oder weniger gruselige Geschichten von persönlichen Erfahrungen und führt uns über den örtlichen Friedhof. Hier liegen ihm zu Folge über 2000 Leichen unter der Erde. Ein grosser Teil der Toten ist mittlerweile allerdings von Asphalt bedeckt, denn die Stadt baute eine Strasse mitten durch den Friedhof. Am Bordstein sind noch kleine Täfelchen zu finden, die angeben, dass man soeben über ein Grab gefahren ist.




Der Höhepunkt der Tour findet zweifelsohne in einem kleinen Speisesaal des noch in Betrieb stehenden "Cosmopolitan Hotel" statt. Wir setzten uns um den gedeckten Tisch um einige der Geister persönlich zu treffen. Das Licht ist aus und draussen sind nur noch wenige Leute auf den Strassen. Unser Guide Michael weist mich nun an, die Hände auf den Tisch vor mir zu legen und mich gerade hinzusetzen. "Ich rufe jetzt Mr. Bendini, er wird deine Schulter berühren", kündigt er an. Spätestens jetzt merke ich, dass diese Geisterjagd keine Show ist, in der sich plötzlich irgendwelche Gegenstände durch Tricks bewegen. "Spürst du was? fragt Michael. "Nicht wirklich" antworte ich. Ich will ehrlich sein, ihn aber trotzdem nicht blossstellen. Der Guide bittet mich nun, noch einen Schritt weiter zu gehen und mich in den Türrahmen zu setzen. So soll ich den Geistern den Ausgang versperren, sodass sie durch mich hindurch müssen. Als ich in Position bin, befiehlt Michael dem ersten Geist aus der Tür zu gehen. Wieder fühle ich nichts. Beim zweiten Versuch allerdings, spüre ich ein leichtes Kribbeln in meiner Hand. Für Michael ist dies der Beweis, und er freut sich. Mir läuft ein kurzer Schauer über den Rücken, muss aber darauf über mich selbst lachen.




Ob man nun an Geister glaubt, oder dies alles für Unfug hält, die Ghost Tour in Old Town ist auf jeden Fall äusserst unterhaltsam und ein Erlebnis, das ich noch lange in Erinnerung behalten werde.

Mittwoch, 6. Juli 2016

Los Angeles Six Flags Magic Mountain - Achterbahnparadies 06.07.16



Willkommen im Achterbahnparadies!


Jeder, der einen Hypercoaster von einem Megacoaster unterscheiden kann, weiss das Six Flags Magic Mountain nordwestlich von Los Angeles mit 20 Achterbahnen die Achterbahnhauptstadt der Welt ist. Für alle anderen aber nochmal: Dieser Freizeitpark ist das Flaggschiff der Six Flags Kette und eröffnete 1971. Nirgends sonst auf der Welt ist eine solche Achterbahndichte wie hier vorzufinden.







Hier sind 3 absolute Highlight Bahnen, die man bei einem Besuch auf keinen Fall auslassen sollte:


Full Throttle:

5, 4, 3 und schon werde ich mit ca. 110 km/h aus der spärlich gestalteten Station katapultiert, direkt in den 50 Meter riesigen Looping. Die "Operator" der Bahn gönnen sich hier ab und zu gerne einen Spass mit den Besuchern. Zum Beispiel rufen sie auch mal "Go!", obwohl bei manchen Leuten der Sicherheitsbügel noch nicht geschlossen ist. Die Amerikaner nehmen ihnen dies aber nicht übel und lachen nur nervös.
Neben dem tollen Looping bietet Full Throttle noch zwei weitere Abschüsse (einen vorwärts und einen rückwärts), einen Top Hat (in diesem Fall eine Fahrt über den Looping) und jede Menge Spass. Zurück in der Station, wird man bereits von klatschenden Mitarbeitern und dröhnender House Musik erwartet.


X2:

X2 ist auf jeden Fall eine Attraktion, die Angst machen kann. In der Station kommt aus den Lautsprechern ein leises Flüstern: X2, X2 is everybody in, the ceremony is about to begin. Mit einem leicht mulmigen Gefühl verlasse ich, zu herrlich unpassender klassischer Musik, in der dritten Reihe sitzend den Banhof und fahre den Kettenlift hoch. Besonders macht diese Achterbahn, dass sich die Sitze neben den Schienen befinden und gedreht werden (5D Coaster). Deshalb stürze ich während der ersten Abfahrt kopfüber 66 Meter Richtung Boden. Die Fahrt ist wahnsinnig gut, verrückt und alles andere als entspannt.




Twisted Colossus:

Ganz hinten im Park befindet sich mit Twisted Colossus die neuste Achterbahn des Parks. Das Spezielle daran: Die Bahn ist sowohl aus Holz als auch aus Stahl. Also ein Hybrid.
Als der Zug die Station verlässt, spüre ich ein Kribbeln der Vorfreude im Bauch. Ich hatte schon so viel Gutes von Twisted Colossus gehört, dass meine Erwartungen jetzt, kurz vor der Fahrt, sehr hoch sind... Ich werde nicht enttäuscht. Sobald der Zug die Spitze erreicht hat, wird er mit einer gewaltigen Kraft zu Boden gezogen und die Passagiere werden aus den Sitzen gerissen. Das Ehepaar hinter mir kann sich vor Freude und Adrenalin nicht mehr halten. Als der Zug in die Station einfährt schreien sie wie wild und rufen: "Danke Six Flags! Wer auch immer diese Achterbahn gebaut hat, danke!"




Sonntag, 3. Juli 2016

Der längste Tag in Santa Barbara 04.07.16

Zwei Stunden von Los Angeles entfernt befindet sich das Städtchen Santa Barbara, unser heutiges Ziel. Santa Barbara ist auf Grund seines Klimas als die amerikanische Riviera bekannt, und wurde mir schon öfters wärmstens empfohlen.
Wir fahren entlang der U.S. Route 101, einer der originalen, 1926 eröffneten, U.S. Routen und der längsten Autobahnstrecke Kaliforniens. Links von uns befindet sich der Pazifik und rechts die imposanten Hügel des Gaviota State Park. Zeit die Musik auf- und die Fenster unseres knallgelben Mietwagens herunterzudrehen. Road Trip!!!


Santa Barbara ist mit seinen ca. 92'000 Einwohnern, verglichen mit Los Angeles, eher eine kleine Gemeinde, heute scheinen aber 90% der Santa Barbaren auf der Strasse zu sein. Es findet die Summer Solstice Celebration statt, das grösste Kunstfest des Countys, an welchem der längste Tag des Jahres gefeiert wird. Wie jedes Jahr gehört hierzu auch eine grosse Parade, die wir gerade noch erwischen.




Nach dem Ende der Parade verteilen sich die Menschenmassen ein wenig in der Stadt und wir können uns nochmal in Ruhe ein Bild von Santa Barbara machen. Ich kann mir vorstellen, dass es sich hier sehr schön leben lässt. Die Einwohner scheinen mit dem Stadt-Land Kompromiss den die Hauptstadt der amerikanischen Riviera bietet sehr zufrieden zu sein.





Um unseren Tag in Santa Barbara abzuschliessen spazieren wir noch zum Strand und über den Pier der hinaus ins Meer führt. An heissen Tagen empfehle ich, einen Hüpfer vom ca. 3 Meter hohen Holzsteg ins Wasser zu wagen. (Vorsicht gegenüber Booten!)


Nach meinem Sprung, sprechen mich zwei ca. 25 jährige Männer an, und gratulieren mir zu meinem Mut. "Crazy, absolutely crazy dude" meinen sie.



Einen Tagesausflug ist Santa Barbara auf jeden Fall wert. Hübsch, freundlich und abwechslungsreich.