Dienstag, 26. Juli 2016

Los Angeles aus der Vogelperspektive 26.07.16

Wenn möglich versuche ich mir jede Stadt die ich besuche, mindestens einmal von oben, aus der Vogelperspektive anzuschauen. Dies gilt insbesondere für Städte mit Wolkenkratzern, und davon gibt's ja in Los Angeles auch ein paar wenige. Während meiner Zeit hier habe ich drei verschiedene Aussichtspunkte besucht.

Hollywood Sign:

Natürlich steht bei solch hohen Temperaturwerten nur Wenigen der Sinn nach einer Wanderung. Wir überwinden uns aber heute trotzdem und starten unseren Marsch am Fusse der Hollywood Hills. Unser Ziel ist der berühmte Hollywood Schriftzug nordwestlich von Downtown LA. Im Zick Zack kriechen wir wie die Schnecken die Hügel hinauf. Unter meinen Füssen knirscht der Sand und es weht eine wüstenheisse Brise. Obwohl wir vor wenigen Minuten noch in der Stadt waren, umgeben von hupenden Autos fühlen wir uns, als wären wir auf einem der berühmten Langstreckenwanderwegen der USA, mitten in der Natur.




Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man betrachtet das Hollywood Zeichen von unten, oder man läuft noch etwas länger und wandert hinter den Schriftzug. Da wir "na wenn schon, denn schon" denken probieren wir beide Varianten aus. Oben, hinter dem Schriftzug angekommen, werden wir mit einem wunderschönen Blick über die Hollywood Hills, Hollywood und dem ziemlich weit entfernten Downtown belohnt.





Auf unserem Weg nach unten, wird uns ein weiterer Hinweis darauf gegeben, dass wir nicht mehr in der Stadt sind. Vorsicht, Klapperschlangen!



US Bank Tower:

Mitten in Downtown Los Angeles befindet sich der US Bank Tower, das höchste Gebäude der Stadt, indem im 73.Stock eine doppelstöckige Aussichtsplattform eingerichtet wurde. Hier liegt einem Los Angeles tatsächlich zu Füssen.
Das ich aber hier bin hat einen speziellen Grund: Der Tower hat diesen Sommer eine Glasrutsche aussen an das Gebäude gebaut, die ich ausprobieren will. Man rutscht also rund vier Sekunden lang mit freier Sicht auf 313 Meter Abgrund. Bevor ich das aber richtig realisiere, bin ich schon unten angekommen.






Griffith Observatory:

Und schlussendlich noch einer meiner Favoriten: Das Griffith Observatory. Nicht weit vom Hollywood Zeichen entfernt befindet sich diese Sternwarte. Es gibt wohl kaum einen schöneren Ort in der Stadt um sich einen Sonnenuntergang anzuschauen. Sobald es dunkel wird kann man auch einen Blick durch das Teleskop werfen und z.B. Saturn erkennen.







Samstag, 23. Juli 2016

Los Angeles Disneyland Anaheim 23.07.16

"That's the trouble with the world. Too many people grow up."

"If you can dream it, you can do it."


Diese und noch viele weitere Zitate stammen von Walt Disney, und dies ist sein Park. Das erste und originale Disneyland. Eröffnet 1955. Obwohl es mittlerweile Disney Resorts in Paris, Orlando, Tokyo, Hong Kong und Shanghai gibt, ist dies der einzige Freizeitpark, den Walt Disney selbst betreten hat. Ja, sogar bewohnt hat.
Sobald ich den Eingang passiert habe sehe ich links sein kleines Zimmer, indem er vor und nach der Eröffnung gelebt hat. Die Lampe am Fenster des Zimmers brennt seit jeher 24 Stunden am Tag.



Als ich um die erste Ecke in die Mainstreet biege sehe ich zum ersten Mal das Disney Schloss. Wow! Ist das winzig, denke ich mir. Was damals zur Eröffnung noch imposant gewirkt haben muss, sieht heute nach Spielzeug Barbie Schloss aus.

Aber versteht mich nicht falsch: Gerade dieses bescheidene und "wir fangen klein an" Gefühl, das dieser Park ausstrahlt macht ihn so unheimlich charmant.

It's a small world

Frontierland


Und bitte verpasst keine dieser drei Attraktionen:


1. Indiana Jones Adventure - Temple of the Forbidden Eye:

Nach endlos langen Tunneln erreichen wir den Ausgangspunkt unserer Expedition durch den Dschungel. Wir sollen Indiana Jones in einem seiner Geländewagen auf einer Schatzsuche begleiten.
Die erste Überraschung ist für mich das Fahrgefühl. Anstatt wie gewohnt auf ebener Fläche zu fahren, schafft Disney die Illusion, dass man wirklich über Stock und Stein holpert. Was während der Reise passiert, ist schwer in Worte zu fassen, aber hier ist ein Versuch: Feuer, Höhlen, Rauch, Hängebrücke, Riesenschlage und schlussendlich ein Fels der direkt auf uns zu rollt, dem wir nur um Haaresbreite entkommen.




2. Pirates of the Caribbean:

Fast genauso sehr wie Pirates of the Caribbean in Paris liebe ich die Variante hier in Kalifornien. Sobald man sich in das kleine Boot setzt entgleitet man in die laue, und ab und zu auch stürmische karibische Nacht. Diese Attraktion befindet sich in einer riesigen Halle, und egal wie hektisch und heiss es draussen ist, hier drinnen plätschert das Wasser friedlich und es ist angenehm kühl. Was Atmosphäre angeht, so kann wohl keine Bahn weltweit mit Pirates of the Caribbean mithalten.





3. Splash Mountain:

In Los Angeles ist es nie Winter, es regnet nie und auch wenn der Himmel am Morgen verhangen sein mag, ist es schlussendlich dann doch wieder blau, wolkenlos. So zumindest meine Auffassung. Natürlich ist da eine Abkühlung mehr als willkommen. Splash Mountain ist ein sogenannter "Log Flume". In einem Baumstamm treibt man (vorerst) gemütliche Flüsschen dahin, bis dann steil einen Berg hinunter gestürzt wird. So besonders macht diese Fahrt die schöne Gestaltung, überraschende "Drops" im Dunkeln und ein ansteckender Soundtrack... Sippededudaaa Sippedeejeyy





Während ich für Splash Mountain anstehe, bekomme ich ein interessantes Gespräch zwischen zwei Mitarbeiterinnen mit: Eine Frau auf deren Namenschild Monica steht, erzählt, dass sie eigentlich Kiki heisse, der Name dem Park aber nicht als "angemessen für Disneyland erschien und sie deshalb ruck zuck umtaufte. Tja hier muss alles perfekt sein...

Haunted Mansion

Jungle Cruise

Matterhorn Bobsleds

Disneyland Railroad

Paint the Night Parade

Fantasyland


Leider wird das Disneyland in Anaheim im Wettstreit mit dem grossen Bruder in Orlando (Disney World) oft benachteiligt. Dieser Park hat allerdings einen entscheidenden Vorteil: Das hier ist das Original, das ist Disneyland.

Montag, 18. Juli 2016

San Diego - 5 Dinge die man umsonst im Balboa Park machen kann 18.07.16

Umsonst? Leider ist umsonst nur selten war und es versteckt sich "Beim Kauf von zwei" oder "Trinkgeld" dahinter. Hier sind allerdings fünf Dinge die man an einem schönen Sonntagnachmittag komplett geld-frei im Balboa Park San Diego unternehmen kann.
Der Balboa Park ist eine von San Diegos Top Attraktionen und bietet auf 490 Hektaren Museen, schöne Gartenanlagen, Shops und Restaurants.



San Diego Museum of Art


1. Eine intensive Dosis Kunst im Timken Museum of Art erhaschen:

Ich selbst würde mich kaum als Liebhaber von Ölgemälden bezeichnen und oft sind mir Kunstgalerien einfach zu teuer. Man muss sich zu lange mit den einzelnen Ausstellungsstücken befassen um den bezahlten Eintrittspreis rechtfertigen zu können.
Da das Timken Museum of Art aber kostenlos ist, kann man sich seinen Kunst Shot ganz nach Interesse selbst dosieren. Mindestens genauso gut wie die ausgestellten Gemälde von Rubens und Rembrant gefallen mir im Timken Museum die ruhige Atmosphäre und die erfrischende Briese der Klimaanlage die mir um die Nase weht.


2. Einen Spaziergang durch den Park machen:

Wenn ich in einer neuen Umgebung bin, mag ich eines ganz besonders: Planlos umherstreifen und die schönsten Plätze entdecken, die man dann nur für sich selbst zu haben glaubt.
Wieso also rein gehen, wenn es draussen so viel zu sehen gibt?! Auf meinem Spaziergang durch den Balboa Park treffe ich zum Beispiel auf den "California Tower" oder diesen wunderschönen Lilien Teich:



California Tower
3. Das Botanical Building anschauen:

Meine liebste Attraktion im Park ist das "Botanical Building", das sich direkt hinter dem Lilien Teich befindet. In diesem Gewächshaus ähnlichem Gebäude befinden sich über 2100 Pflanzen: Orchideen, Farne und andere tropische Gewächse. Sollte es an der kalifornischen Luft noch nicht heiss genug sein, so kann man sich hier aufwärmen lassen und den erdigen, exotischen Duft der Grünanlage einatmen.


Das Botanical Building ist von Freitag bis Mittwoch von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet.


4. Über die farbigen Strassen des Spanish Village Art Center spazieren:

Und noch mal Kunst... Hier finden täglich "Kunst Demonstrationen" von Malern und Schmuck Designern statt. Das spanische Dorf ist ein Ort für sich und nur schon wegen den farbigen Pflastersteinen, den kleinen weissen Häusern und den Gässchen ein Besuch wert. Es liegt ziemlich abgeschieden vom Rest des Parks, nahe vom San Diego Zoo.




5. Eine kleine Weltreise durch die International Cottages machen:

Rings um eine kleine Wiese befinden sich hier in einem Halbkreis angeordnet kleine Häuschen, jedes einer Nation gewidmet. In jedem Cottage kann man Leute aus dem jeweiligen Land treffen, sich Bilder oder Bücher anschauen und typisches Essen probieren.
Im Haus der USA gönne ich mir ein Stück Apfelkuchen. Die Frau, die hier arbeitet entspricht zu hundert Prozent dem amerikanischen Grossmutterklischee. Sie besteht darauf, das ich den Apfelkuchen mit extra viel Schlagsahne nehme. Ich könne das gut gebrauchen meint sie augenzwinkernd.




An Sonntagen werden hier auch oft traditionelle Tänze vorgeführt.

Mittwoch, 13. Juli 2016

San Diego - Die schönsten Quartiere 13.07.16

San Diego ist hübsch. Das wird mir bewusst als wir dem Meer entlang zum Sea Port Village spazieren. Nicht wunderschön und riesig wie New York, aber auch nicht provinziell und niedlich wie Santa Barbara. Einfach hübsch. Den Charakter der Stadt machen hauptsächlich die kleinen Quartiere, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Old Town

Historic Gaslamp Quarter:

Das Gaslamp Quartier ist ein historischer Stadtteil von San Diego und hauptsächlich bekannt für das lebhafte Nachtleben. Hier reihen sich Clubs, Restaurants und Bars aneinander, alle im charmanten, unschuldig wirkenden viktorianischen Stil. Das Quartier betritt  man durch ein kleines farbiges Tor entweder vom Broadway oder dem Harbor Drive aus. Danach taucht man unmittelbar in die ausgelassene Atmosphäre der Strasse ein. Überall stehen süsse Laternen die warmes Licht verbreiten und es fahren dutzende Velotaxis, mit Neonfarben beleuchtet, auf und ab. Das historische Herz San Diegos hat einen besonderen Charme. Überraschenderweise erinnert mich das Gaslamp Quarter stark an die Long Street in Kapstadt.





Wir haben uns heute ein spezielles Restaurant ausgesucht: "The Old Spaghetti Factory". Ganz ehrlich, der Name allein hat mich als Pasta Liebhaber bereits überzeugt. Die Erwartungen wurden aber sogar noch übertroffen. Typisch für Amerika bekommen wir unseren persönlichen Host (Gastgeber). Die gut gelaunte Cindy. In jedem Menü der Spaghetti Factory ist eine Vorpeise (Suppe oder Salat) ein Hauptgericht (kann aus zwei Pasta Sorten bestehen) und ein Dessert (Eis) inbegriffen. Ich bin begeistert!


1.Gang: Die erste Minestrone Suppe die mir geschmeckt hat


Sea Port Village:

Obwohl so nahe am Gaslamp Quarter, ist das Sea Port Village so ganz anders. Hier wurde ein Hafen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts nachgebaut. Obwohl im Village viele Shops und Restaurants zu finden sind herrscht eine relaxte Stimmung. Wer zum Beispiel Fan von Flugdrachen ist sollte hier voll auf seine Kosten kommen.