Nach einer fünf Stunden Busreise komme ich in Split an. Ein Student der mit mir von Zagreb bis hier her gereist ist, und mir non Stopp die Ohren voll gequasselt hat, schwärmt wie schön seine Heimatstadt sei. Ich erwarte also Einiges.
Der Start könnte allerdings kaum schlechter sein. Das erste Hostel, das ich ansteuere ist geschlossen. Das Zweite ist zwar geöffnet, aber da ist weder ein Besitzer noch irgendwelche Gäste. Das dritte Hostel scheint kurz vor dem Abriss zu stehen, auch hier ist alles dunkel und der Kran steht bereits bereit zur Demolierung. Langsam bin ich frustriert. Und unglaublich aber wahr, auch bei der vierten Unterkunft stehe ich vor geschlossenen Türen. Hier ist jedoch eine Telefonnummer an der Tür angebracht die ich nun wähle. Unfreundlich werde ich gefragt, was ich will und als ich antworte: "ein Bett für eine Nacht" meint die Männerstimme, dass sie für nur eine Nacht die Tür nicht öffnen werden.
Beim fünften Hostel finde ich dann schlussendlich ein Bett. Februar scheint nicht der richtige Zeitpunkt zu sein um in Split zu übernachten.
Als ich am nächsten Morgen aufwache schüttet es wie aus Eimern. Trotzdem will ich der Stadt heute aber eine neue Chance geben und gehe auf Entdeckungstour.
Klares Highlight von Split ist das Stadtzentrum, welches von hohen Mauern umgeben ist. Obwohl dieser Stadtkern aussieht wie das Forum Romanum in Rom, mit vielen Säulen, Ruinen, Kathedralen und Tempeln, ist er kein Museum, sondern eine lebende Stadt mit modernen Shops und Restaurants. Ich empfehle jedem für ca. 3 Euro auf den Glockenturm des Mausoleums zu steigen. Von hier hat man einen schönen Ausblick auf die Küste von Split und die Altstadt.
Wenige Gassen weiter finde ich den Temple of Jupiter der aber im Winter nicht geöffnet hat. Es ist wirklich interessant, wie hier in diesem kleinen Zentrum verschiedene Kulturen in Form von Bauwerken in unmittelbarer Nähe stehen. Irgendwie kann mich aber Split nicht überzeugen und wären da nicht die hübschen weissen Gässchen, dann würde ich mich fragen wieso diese Stadt so berühmt und hochgelobt ist.
An der Meerespromenade esse ich bevor ich, weiter reise noch ein Stück Pizza welches mir der Wind nach zwei Bissen aus der Hand reisst. Split ist wohl doch eher eine Stadt für den Sommer. Weiter geht's!
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